Selbstständige LoL-Absicherung
Je nach Konzept wird eine Kapitalleistung oder eine zeitlich begrenzte beziehungsweise laufende Rente versichert. Endalter, Leistungsdauer und medizinischer Auslöser können sich deutlich unterscheiden.
Das Wichtigste zuerst
Eine Loss of Licence Versicherung kann die finanziellen Folgen einer medizinisch verursachten Flugdienstuntauglichkeit absichern. Ob bereits der Verlust des Medical Class 1 genügt und welche weiteren Voraussetzungen gelten, entscheidet der Bedingungswortlaut.
Medical und Leistungsauslöser

Loss of Licence, häufig als LoL-Versicherung bezeichnet, meint die Absicherung einer Flugdienstuntauglichkeit. Für Verkehrs- und Berufspiloten ist besonders wichtig, ob der Vertrag an die medizinisch begründete Flugdienstuntauglichkeit, an den Wegfall der Voraussetzungen für die Tauglichkeitsklasse 1 oder zusätzlich an weitere Bedingungen anknüpft.
Der Verlust oder die Einschränkung des Medical ist nicht automatisch in jedem Vertrag mit einem Leistungsanspruch gleichzusetzen. Manche Bedingungen verlangen einen Prognosezeitraum, bestimmte Nachweise oder eine länger bestehende Beeinträchtigung.
Eine klassische Berufsunfähigkeitsversicherung prüft grundsätzlich den zuletzt konkret ausgeübten Beruf. Eine besondere Flugdienstuntauglichkeitsklausel kann den Leistungsauslöser für Cockpitpersonal klarer definieren, ersetzt aber nicht automatisch alle weiteren Vertragsvoraussetzungen.
Schutz richtig einordnen
Die Bezeichnung allein sagt nicht, welcher Schutz besser passt. Leistung, Dauer, Beitrag und Ausschlüsse müssen anhand derselben persönlichen Vorgaben verglichen werden.
Je nach Konzept wird eine Kapitalleistung oder eine zeitlich begrenzte beziehungsweise laufende Rente versichert. Endalter, Leistungsdauer und medizinischer Auslöser können sich deutlich unterscheiden.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird um besondere Regeln für Cockpitpersonal ergänzt. Entscheidend ist, wie Medical, Verweisung, Arbeitgeberwechsel und Nachprüfung geregelt sind.
Auch eine Kombination kann infrage kommen. Maßgeblich sind Versorgungslücke, fliegerische Laufbahn und der Schutz nach einem Wechsel in eine andere Tätigkeit.
Tätigkeit präzise erfassen

Verkehrs- und Berufspiloten benötigen Bedingungen, die zur geforderten Tauglichkeitsklasse, zum Einsatzgebiet und zum Beschäftigungsverhältnis passen. Bei Kapitänen und Copiloten sind außerdem Rentenhöhe, Endalter und der Umgang mit einer späteren Bodentätigkeit wichtig.
Flugschüler sollten prüfen, wie Ausbildungsstatus, spätere Pilotentätigkeit und Erhöhungsmöglichkeiten geregelt sind. Ergänzend helfen unsere Hinweise zur Berufsunfähigkeitsversicherung in der Ausbildung.
Hubschrauberpiloten müssen Einsatzart, Fluggerät und Tätigkeit präzise angeben. Ein für Verkehrsflugzeugführer formulierter Schutz lässt sich nicht ungeprüft übertragen.
Fluglotsen und weitere Beschäftigte der Flugsicherung benötigen eine eigenständige Prüfung ihrer berufsspezifischen Tauglichkeitsanforderungen. Für Kabinenpersonal gelten wiederum andere berufliche Anforderungen als für Cockpitpersonal.
Vertiefende Spezialinformationen
Für die besonderen Anforderungen einzelner Pilotengruppen und für eine vertiefende Prüfung der Flugdienstuntauglichkeit stehen weitere spezialisierte Informationen zur Verfügung:
Vertiefende Informationen zur Flugdienstuntauglichkeitsklausel, zu Leistungsauslösern und zum Schutz für Verkehrs- und Berufspiloten.
Besonderheiten bei Einsatzart, Fluggerät und Tätigkeitsbild von Hubschrauberpiloten gezielt einordnen.
Ergänzend erläutert unsere Pilotenspezialseite die möglichen Ursachen einer Fluguntauglichkeit. Die Inhalte ersetzen keinen Tarifvergleich, weil Leistungsauslöser und Ausschlüsse vom konkreten Vertrag abhängen.
Vertrag vor Werbung
Ein günstiger Beitrag hilft nur, wenn der Vertrag zum tatsächlichen Risiko passt. Besonders wichtig sind:
Auch Versicherungs- und Leistungsdauer, Nachversicherung und Dynamik müssen zur Laufbahn passen. Erst das Zusammenspiel aller Bedingungen zeigt den tatsächlichen Schutz.
Beiträge richtig vergleichen
Ein pauschaler Monatsbeitrag wäre nicht verlässlich. Die Kosten hängen unter anderem von Eintrittsalter, genauer Tätigkeit, Fluggerät und Einsatzgebiet, Rentenhöhe, Laufzeit, Gesundheitszustand und Tarif ab.
Nur ein aktueller Vergleich mit identischen Vorgaben zeigt die individuellen Beiträge korrekt. Dabei müssen neben dem Zahlbeitrag Leistungsauslöser, Ausschlüsse, Verweisung, Nachprüfung und Erhöhungsmöglichkeiten verglichen werden. Ein auffällig niedriger Beitrag ersetzt keine passenden Vertragsbedingungen.
Die benötigte Absicherung orientiert sich an der persönlichen Einkommens- und Versorgungslücke. Hinweise finden Sie unter richtige Höhe der BU-Rente.
Zugang zum Schutz
Gesundheitsfragen müssen vollständig nach dem konkret abgefragten Zeitraum beantwortet werden. Weder eine Erinnerungsschätzung noch die pauschale Anforderung sämtlicher Patientenakten ist generell richtig. Entscheidend ist, welche Fragen der Versicherer stellt und welches Wissen erklärt werden muss. Mehr dazu bei den Gesundheitsfragen.
Bei Vorerkrankungen, früheren Einschränkungen des Medical oder anderen risikorelevanten Angaben kann eine anonyme Risikovoranfrage sinnvoll sein. So lassen sich Voten vergleichen, bevor ein formeller Antrag gestellt wird. Geplante Änderungen der Tätigkeit sollten ebenfalls berücksichtigt werden; unsere Seite zum Berufswechsel erklärt die allgemeinen Zusammenhänge.
LoL-Schutz individuell prüfen
Wir vergleichen Beitrag, Medical-Klausel, Verweisung, Laufzeit, Ausschlüsse und Erhöhungsmöglichkeiten anhand Ihrer tatsächlichen Tätigkeit.
Häufige Fragen
Sie sichert je nach Vertrag die finanziellen Folgen einer medizinisch verursachten Flugdienstuntauglichkeit ab. Ausschlaggebend ist der genaue Leistungsauslöser.
Nicht immer. Klassische BU-Bedingungen und besondere Flugdienstuntauglichkeitsklauseln können unterschiedliche Voraussetzungen haben.
Das hängt von Alter, Tätigkeit, Fluggerät, Rentenhöhe, Laufzeit, Gesundheit und Tarif ab. Verlässlich ist nur ein aktueller Vergleich mit identischen Vorgaben.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Manche Klauseln knüpfen an den Wegfall der Voraussetzungen der Tauglichkeitsklasse 1 an; zusätzliche Bedingungen können gelten.
Das richtet sich nach dem Vertrag. Ausschlüsse, Einschränkungen und der vereinbarte Leistungsauslöser müssen geprüft werden.
Wichtig sind der versicherte Ausbildungsstatus, der Übergang in die Pilotentätigkeit, die Rentenhöhe und spätere Erhöhungsmöglichkeiten.
Weiterführende Informationen

Warum die tatsächliche Tätigkeit über Einstufung und Beitrag entscheidet.
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Versicherervoten vor einem formellen Antrag vergleichen.
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Beiträge und Bedingungen anhand identischer Vorgaben prüfen.
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